Verschwinden im Inland


Was tun, wenn mein Kind verschwunden ist?

Rund 300 Menschen in Deutschland verschwinden und werden als vermisst gemeldet – pro Tag. Das Bundeskriminalamt sucht derzeit nach 10.000 Frauen, Männern und Kindern. Ab wann eine Person als vermisst gilt und was Sie dann tun sollten, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Auch wenn sich 80 Prozent aller Fälle bereits innerhalb der ersten vier Wochen klären lassen, sucht das Bundeskriminalamt aktuell noch immer nach rund 10.000 Frauen, Männern und Kindern. Für Familien, Freunde und Angehörige ist die Ungewissheit eine nervenaufreibende Ausnahmesituation. Aber nicht immer wird die Polizei auch tätig. Erst wenn bestimmte Kriterien gleichzeitig erfüllt sind, stuft die Polizei eine Person als vermisst ein und wird tätig. Je nach Beurteilung der Lage bleibt Suchenden damit möglicherweise nur die Beauftragung von privaten Ermittlungsdiensten und Detekteien, die bei der Suche einer Person unterstützen können.


Verschwundene Person – Definition

Die Lage ist klar geregelt: „Jemand gilt als vermisst, wenn er seinen gewohnten Lebenskreis verlassen hat, sein Aufenthalt unbekannt ist und eine Gefahr für Leben oder körperliche Unversehrtheit angenommen werden kann“, weiß der Rechtsanwalt und ehemalige Kriminalbeamte Hans Jürgen Stephan. Eine solche Gefahr kann eine vermutete Straftat wie Mord oder Entführung sein. Könnte die gesuchte Person durch eine Behinderung oder eine schwere Krankheit hilflos sein, gilt für sie ebenfalls der Status „in Gefahr“.

Bei Kindern und Jugendlichen gelten verschärfte Kriterien: „Bei minderjährigen Personen, die verschwunden sind, geht die Polizei grundsätzlich von einer Gefahrensituation für Leib und Leben aus. Es sei denn, Erkenntnisse oder Ermittlungen ergeben explizit das Gegenteil“, so der Anwalt weiter. Falsch hingegen ist die weit verbreitete Annahme, dass eine Person seit 24 Stunden verschwunden sein muss, um als vermisst zu gelten.  


Person vermisst – was tun?

Da Kinder und Jugendliche ihren Aufenthaltsort nicht wie Erwachsene frei bestimmen dürfen, sollte im Falle eines Verschwindens umgehend die Polizei eingeschaltet werden. Da wie zuvor beschrieben immer von einer Gefahr ausgegangen wird, leitet die Polizei dann schnellstmöglich die Suche nach dem vermissten Kind ein. Private Suchdienste oder Detekteien können eine sinnvolle Ergänzung sein. 

Ob nach vermissten Erwachsenen gesucht wird, hängt hingegen von der Beurteilung der Gefahrenlage durch die Polizei ab. Entscheidet die Polizei, dass keine Gefahr vorliegt, ist die Beauftragung privater Suchdienste oder Detekteien die einzige Alternative für den Suchenden.
Gegen die Kosten eines privaten Suchdienstes können Sie sich auch absichern. Robin Childhood bietet First Class Kinderschutz und arbeitet bei seiner s@fe kids-Versicherung mit Dienstleistern weltweit zusammen, um Ihr Kind im Falle des Verschwindens schnellstmöglich wiederzufinden.  


Auffinden einer vermissten Person

Sobald eine verschwundene Person gefunden wird, informiert die Polizei den Anzeigensteller und gibt das Kind schnellstmöglich an die sorgeberechtigten Eltern zurück. Bei verschwundenen Erwachsenen endet die Arbeit der Polizei mit dem Auffinden der gesuchten Person. Ihr Aufenthaltsort wird dem Anzeigensteller nur mit Einverständnis des nun Gefundenen mitgeteilt.


In unserem Ratgeberbereich bieten wir Ihnen viele weiterführende Tipps und Informationen zum Thema Verschwinden und erklären, wie Sie Ihr Kind schützen können.

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